Themenbereich Kommunikation
- Ampel-Feedback
- Der Ritter und das Telefon
- Man kann nicht nicht kommunizieren
- Subjektive Wahrnehmung beim Zuhören !NEU!
- Wechsel des Blickwinkels
Ampel-Feedback
Ziel:
Schnelle, überblickartige Tageskritik
Gruppengröße:
Bis 30 TN
Zeit:
5-10 Minuten
Zustimmung zu Aussagen per Kartenheben darstellen
Wir brauchen dazu:
Steh- oder Stuhlkreis, pro Teilnehmerin je eine rote, gelbe und grüne Moderationskarte
So geht es:
Jede Teilnehmerin bekommt von jeder der drei Farben je eine Moderationskarte. Dann sagt nacheinander jede eine Behauptung (zum Beispiel: "Ich habe viel Neues gelernt."). Alle heben daraufhin eine der drei Moderationskarten, um ihre Zustimmung oder Ablehnung zu dieser Aussage zu zeigen:
- Grün: ich stimme zu
- Gelb: ich weiß nicht (oder möchte mich dazu nicht äußern)
- Rot: ich stimme nicht zu
Wann einsetzen:
Zur Tageskritik. Als Seminarkritik ist die Methode zu wenig qualitativ.
Der Ritter und das Telefon
Ziel:
Verständigung und Zuhören üben / nachfragen
Gruppengröße:
unbegrenzt
Zeit:
ca. 30 Min. / dann Ableitung im Plenum
Entweder Dreiergruppen (einen Beobachter) oder einmal Paararbeit im Plenum
Stellen Sie sich vor, Sie begegnen einem Ritter. Dieser bestaunt gerade die "neue" Welt, in der er sich befindet. Er möchte so gerne wissen, was ein Telefon ist und was die Menschen damit machen.
Sie haben die Aufgabe, dem Ritter dieses zu erklären.
Der Ritter darf alle Fragen stellen. Z.B. weiß er nicht, was Elektrizität ist, kennt keine Steckdose und hat von der Telekom keinen Schimmer usw. Der Ritter soll am Schluss wiedergeben, was er von den Erklärungen seines Gegenübers verstanden hat.
Auswertungsfragen:
- An welchem Punkt konnten Sie bei dem Ritter "anknüpfen"? Wie?
- Welche Kommunikationsmittel hatten die Ritter?
- Was haben Sie über den Ritter verstanden?
- Was ist Ihre persönliche Lernerfahrung?
Man kann nicht nicht kommunizieren
Ziel:
Kommunikationsstörungen allgemein
Gruppengröße:
Bis 20 TN
Zeit:
30 Min.
Je 2 TN spielen zwei Fahrgäste. Fahrgast A möchte seine Ruhe haben, Fahrgast B möchte unbedingt ein Gespräch beginnen.
Je 2 Beobachterinnen beobachten das Verhalten von Fahrgast A und B.
Subjektive Wahrnehmung beim Zuhören !NEU!
Ziel:
Wichtigkeit von aktivem Zuhören erleben, eigene Deutungsmuster erkennen
Gruppengröße:
beliebig
Zeit:
30 bis 45 Minuten
Den TN wird eine kurze Geschichte vorgetragen (siehe unten). Sie bekommen dann das Arbeitspapier mit Aussagen über den geschilderten Sachverhalt, auf dem sie ankreuzen sollen, ob sie diese Aussage als richtig, falsch oder nicht eindeutig als richtig oder falsch einschätzen können (siehe unten).
Nachdem alle ihre Einschätzungen vorgenommen haben, wird zuerst gefragt, wie viele Äußerungen als richtig oder falsch eingeschätzt wurden. Das sind meistens mehr als tatsächlich zutreffend. Die Aussagen werden im Einzelnen besprochen. Im Anschluss daran wird erarbeitet, welche Faktoren zu der Fehleinschätzung geführt haben. Die Notwendigkeit des aktiven Zuhörens und des Paraphrasierens wird herausgearbeitet.
Die Geschichte:
Ein Vorgesetzter spricht mit einem Mitarbeiter über die Einhaltung der Arbeitszeit. Der Mitarbeiter ist der Überzeugung, er habe sich nichts zu Schulden kommen lassen. Wenn er - was selten vorkomme - morgens nach 7:30 Uhr komme, bleibe er nachmittags über 16:30 Uhr hinaus da.
Der Vorgesetzte schlägt ihm vor, in Zukunft die Ankunftszeiten aufzuschreiben. Der Mitarbeiter stimmt zu, wenn die Kollegen ebenfalls solche Aufzeichnungen machen.
Arbeitsunterlage für die Teilnehmerinnen
Die Lösung zu den Fragen 1 bis 13
Wechsel des Blickwinkels
Ziel:
Neue Blickwinkel auf ein Thema zulassen
Gruppengröße:
12-18 TN
Zeit:
Ca. 30-40 Minuten
Ein Reizthema oder festgefahrenes Thema nehmen. Dazu zwei Arbeitsgruppen bilden. Eine AG bereitet Pro-, die andere AG Contra-Argumente vor. Diese werden von einer TN vorgetragen.
Auswertung:
Was war neu an dieser Betrachtungsweise?
Welche Argumente sollten wir berücksichtigen?
Was habe ich von der anderen "Seite" verstanden?
Hinweis:
Sichtweisen von unterschiedlichen Hierarchieebenen verstehen.
Wenn eine Meinung in der Gruppe vorherrscht, diese mal in Frage zu stellen. Es können auch drei Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen Meinungen gebildet werden.