Themenbereich Gruppe
- Aufstellung
- Das Glas ist halb voll
- Die Wahl
- Ei verpacken
- Entscheidungskontinuum
- Feedback geben
- Flottes Rohr
- Gemeinsam etwas Schönes tun
- Gordischer Knoten
- Materialbild
- Pipeline
- Puzzlespiel: Gruppenbildung
- Schrill und schräg
- Schuh-Soziogramm
- Seilsalat
- Seilübung
- Spinnennetz
- Tennisball-Vernetzung
- Torkelflasche
- Unsere Zeitung
- Zeitschriften sortieren
Aufstellung
Ziel:
Miteinander kooperieren / Spaß haben
Gruppengröße:
Bis 16 TN
Zeit:
Ca. 20 Minuten
Geeignet für Teams, die sich kennen
Zwei Teams wetteifern nach bestimmten, vorgegebenen Kriterien darum, welches sich am schnellsten in einer Reihe aufstellen kann:
- Zahl der Geschwister (wer keine Geschwister hat, stellt sich ganz vorne in die Reihe - wer am meisten Geschwister hat, stellt sich ganz nach hinten in die Reihe)
- Zahl der sichtbaren Knöpfe
- Schuhgröße (kleinste Größe vorne - größte hinten)
- Haarlänge
- Alphabetisch, bezogen auf den letzten Buchstaben des Nachnamens
(A vorne - Z hinten) - Weitestes Reiseziel (nahestes Ziel vorne - weitestes hinten)
- Größe (Füße flach auf der Erde - Hände gestreckt)
Das Team, das fertig ist, sagt: "Geschafft!"
Überprüfen Sie, ob es auch stimmt. Evtl. Punkte und kleine Gewinne verteilen.
Das Glas ist halb voll
Ziel:
Überwindung von Mutlosigkeit; Deblockieren von Energie; Motivation;
Bewusstwerden der eigenen Anteile an der Blockade; Bewusstwerden der Erfolgsmöglichkeiten
Zeit:
1,5-2 Stunden
Gruppengröße:
10-16 TN
Hilfsmittel:
Moderationskoffer, Pinnwand, Flip-Chart
Anmerkungen zur Wirkungsweise:
Durch die Koppelung von paradoxen und visionären Elementen eignet sich diese Intervention, um wieder Bewegung in einen Veränderungsprozess zu bringen, wenn dieser ins Stocken geraten ist - was sich in Mutlosigkeit, Kleingläubigkeit, rigiden Schleifen und pessimistischen Grundhaltungen in den Gruppen mit zentraler Verantwortung (Steuergruppe) äußert.
Meist sind in der Gruppe verschiedene Strömungen vertreten, was durch die vorgeschlagene Arbeitsteilung energetisch genutzt werden kann.
Grundlegende Aussage:
Hier geht es um das Verstehen der Situation (z.B. vonseiten der Steuergruppe) in Bezug auf den Gesamtprozess, der zurzeit überkritisch beurteilt wird.
1. Schritt (30 bis 45 Minuten):
Einteilung in drei Gruppen, die jeweils an einem Thema arbeiten. Die Zuordnung erfolgt freiwillig, nach Interesse. Die drei Gruppen bearbeiten (visualisieren) folgende Aufgaben (Fragen):
Gruppe 1:
Was müssen wir als (Steuer-)Gruppe tun, damit es noch schlimmer wird?
Gruppe 2:
Zu einem fiktiven Zeitpunkt - zwei Jahre voraus, in der Zukunft - schreiben wir einen Bericht an einen "ungläubigen Thomas". Wir schildern, dass und wodurch sich unsere kühnsten Träume erfüllt haben und dass das Projekt ein Erfolg wurde.
Gruppe 3:
Welchen Anteil hat die (Steuer-)Gruppe an der heutigen Situation? Die Antwort soll in analoger Form (künstlerisch) präsentiert werden.
2. Schritt (20 Minuten): Präsentation (à 3 bis 5 Minuten)
3. Schritt (30 Minuten): Gemeinsame Diskussion
4. Schritt (15 Minuten): Konsequenzen ziehen; Entscheidungen treffen (visualisieren)
Quelle: Roswita Königswieser, Alexander Exner, Systemische Intervention. Architekturen und Designs für Berater und Veränderungsmanager, Beratergruppe Neuwaldegg, Stuttgart 1999, Klett Cotta
Die Wahl
Ziel:
- Entscheidungsfindung
- Prozessanalysen: allgemeine Analyse von Gruppenprozessen, Kleingruppe beobachtet Kleingruppe
Zeit:
Ca. 1 Stunde
Gruppengröße:
10-16 TN
Gut geeignet für Echtteams
Eine Innenkreis-Gruppe hat die Aufgabe, innerhalb von 20 Minuten eine Leiterin zu wählen, während die Außenkreis-Gruppe die ablaufenden Gruppenprozesse beobachtet.
Nach einer anschließenden 10-minütigen Besprechung werden die Rollen getauscht.
Varianten (Zusätzliche Informationen geben):
- Die Gruppe muss mit der Leiterin mindestens ein Jahr zusammenarbeiten.
- Die Gruppe braucht eine Kleingruppenleitung für die nächste Arbeitsgruppe.
- usw.
Ei verpacken
Ziel:
Aufgabe schnell und gut bewältigen / Stärken nutzen
Zeit:
Ca. 1,5-2 Stunden, je nachdem, wie viele Gruppen spielen
(geht nur mit mehreren Gruppen)
Unabhängige Jury entscheidet, welche Gruppe gewonnen hat.
Aufgabe:
Verpacken Sie einen zerbrechlichen Gegenstand (ein rohes Ei) so, dass es einen freien Fall aus ... m Höhe unbeschadet übersteht.
Material:
Suchen Sie sich das nötige Material. Es darf nur so benutzt werden, dass
es anschließend unbeschmutzt seinen ursprünglichen Zweck erfüllt.
Ausnahmen: Papier, Klebstoffe und Fäden.
Präsentation:
Fertigen Sie eine Zeichnung an, aus der der genaue Aufbau der Verpackung hervorgeht. Diese Konstruktionszeichnung wird von Ihnen im Plenum präsentiert.
Zeit:
Sie haben für die Aufgabe und die Erstellung der Zeichnung 40 Minuten Zeit.
Nach unserer Erfahrung übersteht das Ei bei richtiger Verpackung eine Höhe von 2-3 Stockwerken ohne Probleme. Schätzen Sie die Höhe der Stockwerke und setzen Sie diese oben in die Aufgabe ein.
Entscheidungskontinuum
Ziel:
Entscheidungsfindung in Gruppen - Konsensusbildung
Zeit:
Ca. 1,5 Stunden
Gruppengröße:
12-16 TN
Gut geeignet für Teamentwicklung
Die Gruppe soll auf eine einsame Insel verbannt werden und darf außer ihrer eigenen Bekleidung insgesamt nur 10 Gegenstände mitnehmen.
Phase 1
Jedes Gruppenmitglied fertigt eine Liste der Gegenstände an, die sie für notwendig und sinnvoll hält mitzunehmen.
Phase 2
Die TN sollen sich in Vierergruppen anhand der individuellen Listen auf 10 Gegenstände einigen.
Phase 3
Jede Vierergruppe schickt eine Vertreterin in die Gesamtgruppe, in der die endgültige Entscheidung über die 10 Gegenstände getroffen wird.
Anschließend Auswertung in der gesamten Gruppe.
Feedback geben
Mit dieser Übung tauschen Sie sich darüber aus, wie es Ihnen im Moment mit Ihrer Projektgruppe / Arbeitsgruppe geht.
Frage
Wie empfinden Sie die Zusammenarbeit im Projekt?
- Übertragen Sie dieses Raster auf ein Flipchart
- Jede Teilnehmerin setzt ihren Klebepunkt in dieses Raster
(pro TeilnehmerIn einen Klebepunkt) - Überlegen Sie gemeinsam, was die Punktverteilung über Ihre Projektarbeit aussagt.
- Diskutieren Sie:
- Wie haben wir das Gute erreicht?
- Was können wir besser miteinander machen?
Flottes Rohr
"Flottes Rohr" ist eine Kommunikations- und Kooperationsübung, die als lebende Metapher Interaktion fühlbar, hörbar und sichtbar macht. Themenbereiche, die mit dem "Flotten Rohr" erlebbar gemacht werden können, sind u.a. Teaminteraktion, Kooperation, Feedbackprozesse, Kreativität, Strategien und Absprachen, u.v.m.
Das Spiel ist bei synthese vorhanden.
Ziel:
Erfolgreiche Durchführung eines Projektes / Teamentwicklung
Zeit:
10-20 Minuten (ohne Auswertung)
Gruppengröße:
minimal 6, optimal 14, maximal 18 TN
Räumlichkeiten bzw. Platzbedarf: 2 separate Seminarräume oder Flächen von mindestens 4 x 4 m
Vorbereitung
Das Rohr und die Schnüre werden ausgebreitet auf den Boden gelegt. Dabei sollte die Anzahl der Schnüre so groß sein wie die Anzahl der durchführenden Akteure. (Die Schnüre lassen sich bei kleineren Gruppen als 16 leicht herausknüpfen.) Die Bälle werden an verschiedenen Stellen verteilt. Ein Karton (auch Eimer, Kiste) steht in der Mitte des Raumes.
Ziel
Das Team muss nach einer Planungsphase die Kugeln in den Behälter transportieren.
Regeln
Die Schnüre dürfen nur außen an den Kugeln festgehalten werden. Es gibt eine Führungsinstanz und eine durchführende Gruppe.
Anwendungsmöglichkeiten
Die Vielfältigkeit und Komplexität der Themen, die Sie mit dieser Übung bearbeiten können, höngen maßgeblich von Ihrer Kreativität bezüglich der Inszenierung der Übung, der Intervention während der Übung und der Auswertung der Erfahrungen nach der Übung ab. Machen Sie sich Notizen während der Übung, um im Anschluss Fragen zu stellen und Feedback geben zu können.
Anwendungsbeispiel:
Organisation eines Projektes für ein Team
Zu verteilende Rollen:
- 1 bis 2 Personen in Führungsfunktion
- 1 Zeitmanager
- alle anderen Personen führen das Projekt durch
Inszenierung:
"Sie haben für folgendes Projekt 10 Minuten Zeit zur Vorbereitung und 15 Minuten für die Realisierung. Folgende Rollen sind zu besetzen... s.o.
Leitfragen für die Auswertung können u.a. sein:
- Wie haben Sie sich organisiert, um das Projekt zu planen?
- Wie haben Sie sich als Team wahrgenommen?
- Wie genau haben Sie sich an die anfangs festgelegten Rollen gehalten?
- Auf was haben Sie die meisten Prioritäten gesetzt?
- Wie sind Sie mit den Schwierigkeiten umgegangen?
- Wie hat die Art und Weise der Kommunikation das Ergebnis beeinflusst?
- Inwiefern ist dieses Szenario ein Beispiel für Abhängigkeiten innerhalb eines Teams/einer Abteilung?
Übungsvarianten:
- Das Führungsteam ist Teil der durchführenden Gruppe, so kann auf eventuelle Rollenthematiken eingegangen werden.
- Nur das Führungsteam wird von der Trainerin in die Aufgabe eingewiesen. Die Akteure sehen die Aufgabe erst, wenn sie vom Führungsteam eingewiesen und die Rollen verteilt werden.
- Legen Sie neben den Bällen auch ein gekochtes Ei zum Transport hin. So wird das Thema Umgang mit Risiko thematisierbar.
Wir empfehlen Ihnen, immer wieder neue Regeln und Anwendungsmöglichkeiten zu entwickeln.
"Das Flotte Rohr" ist bestellbar bei
METALOG® training tools, Donaustr. 10 j, 82140 Olching,
www.metalog.de; trainingtools@metalog.de
Tel.: 08142-303823, Fax.: 08142-303824
Lieferumfang: 1 Rohr mit 16 Schnüren und 16 Kugeln, 1 Anleitung.
Preis: 87,- Euro
Gemeinsam etwas Schönes tun
Ziel:
Etwas Schönes gemeinsam tun / Spaß haben / Kooperieren
Zeit:
Mindestens 20 Minuten
Gruppengröße:
Maximal 20 TN
Es werden Kleingruppen gebildet, die die Aufgabe bekommen, eine vierwöchige gemeinsame Reise nach Kanada zu planen.
Was sie tun, wie viel sie gemeinsam tun wollen, wird ganz der Gruppe überlassen.
Zusätzlich sollen die TN noch überlegen, wie sie dies im Plenum vorstellen möchten.
Themenvarianten:
Haus bauen, Unternehmen gründen, Geschäftsidee entwickeln usw.
Gordischer Knoten
Ziel:
Lernen, sich zu koordinieren / Absprachen treffen / Probleme lösen
Zeit:
Je nach Gruppengröße bis zu 30 Minuten
Gruppengröße:
Mindestens 12, maximal 20 TN
Alle TN stellen sich im Kreis auf, schließen die Augen und strecken ihre Arme nach vorne. Dann gehen alle TN langsam aufeinander zu und ergreifen irgendwelche Hände, so dass alle TN verschiedene Hände halten. Jetzt die Augen öffnen.
Aufgabe der Gruppe ist es nun, ohne loszulassen den Knoten zu lösen und einen Kreis zu bilden. Die Aufgabe gilt auch als gelöst, wenn sich zwei oder drei Kreise durch Zufall ergeben haben.
Auswertung:
Wie hat die Gruppe die Aufgabe gelöst?
Möglichkeit:
Beobachter mit Beobachtungsaufgaben
Materialbild
Ziel:
Wie sieht gute Zusammenarbeit für uns aus?
Zeit:
Ca. 1-2 Stunden
Gruppengröße:
Fast unbegrenzt, Voraussetzung viel Material
Material:
Kann fast alles sein, z.B. Kissen; Steine; Tau; Naturmaterial; Klorollen; alles, was die Umgebung bietet
Gut für Echtteams
Die TN sollen ein "Bild" erstellen, das ihre Vorstellung von einer guten Zusammenarbeit widerspiegelt.
Wichtig ist eine Zeitvorgabe.
Dieses Bild soll dann vorgestellt werden - entweder der Trainerin oder einer zweiten Gruppe.
Das Team kann alles gemeinsam besprechen und festlegen, auch wie z.B. mit unterschiedlichen Ansichten zu dem Thema umgehen. Dies alles soll in das "Bild" eingearbeitet werden. Das "Bild" kann so groß wie der ganze Raum sein.
Pipeline
Ziel:
Kommunikation und Kooperation
Zeit:
10-25 Minuten (ohne Auswertung)
Gruppengröße:
6-30 TN
Spiel ist bei synthese vorhanden
"Pipeline" ist eine Kommunikations- und Kooperationsübung, die als lebende Metapher Interaktion fühlbar, hörbar und sichtbar macht.
Vorbereitung
Zur Durchführung bereiten Sie eine Wegstrecke von 15 m - 100 m, z.B. von einem Seminarraum über den Gang in einen anderen Seminarraum oder im Seminarraum im Kreis, vor. Definieren Sie einen Start und einen Zielpunkt. Als Zielpunkt stellen Sie einfach einen Teil des leeren Tornisters auf den Boden. Wenn die Kugel hier hineinfällt ist das Ziel erreicht. Beim Startpunkt gibt die Trainerin die Kugel in die erste Pipeline.
Regeln für diese Anwendung
Jede Person hält nur eine Rinne von unten. Die Kugel darf nicht mit der Hand berührt werden. Die Rinnen werden von unten gehalten und dürfen nicht zusammengedrückt werden. Jede Person, die eine Rinne in den Händen hält, durch die gerade die Kugel rollt, muss stehen bleiben. Die Kugel selbst darf nicht stehen bleiben, sondern muss immer in eine Richtung rollen. Erst muss jedes Gruppenmitglied einmal eine Rinne mit Kugel in der Hand gehabt haben, bevor es eine Rinne ein zweites Mal in die Hand nehmen darf.
Gestartet wird mit sechs Rinnen (ab 10 Akteurinnen) oder weniger (bei 6 Akteurinnen mit 3 Rinnen). Sollte der Ball einmal runterfallen, reduziert sich die Anzahl der Rinnen jeweils um eine Rinne.
Folgende Regeln gelten dabei:" Regeln auf Flipchart visualisieren und vorstellen.
Leitfragen für die Auswertung können je nach Ablauf des Lernprojekts u.a. sein:
- Welche Absprachen waren wichtig und welche Regeln sind eingeführt worden?
- Wie hat die Gruppe die "Schichtübergabe" organisiert?
- Welche Regeln davon können auf den Alltag übertragen werden?
- Welche Hindernisse sind am Anfang aufgetreten und wie ist die Gruppe damit umgegangen?
- Wie ist die Gruppe mit dem Entzug einer Rinne beim Runterfallen einer Kugel umgegangen? (Umgeben mit Konsequenzen)
- Welche Entwicklungsphasen hat die Gruppe durchgemacht?
Variationen:
- Das Lernprojekt wird mit weniger z.B. 4 Rinnen gestartet; so wird die Schwierigkeit erhöht.
- Die Kugel darf auch zurückrollen oder stehen bleiben; so wird das Tempo stark reduziert.
- Es werden mehrere Kugeln gleichzeitig ins Spiel gebracht.
"Pipeline" ist bestellbar bei
METALOG® training tools, Donaustr. 10 j, 82140 Olching,
www.metalog.de; trainingtools@metalog.de
Tel.: 08142-303823, Fax.: 08142-303824
Lieferumfang: 2 Holzkugeln, 6 Halbröhren aus robustem, matt durchscheinendem Kunststoff, 1 detaillierte Anleitung.
Preis: 162,40 Euro
Puzzle
Ziel:
Bildung von Kleingruppen
Zeit:
10 Minuten
Gruppengröße:
beliebig
Material:
Puzzlespiele je nach TN-Zahl und Anzahl der zu bildenden Kleingruppen oder zerschnittene Postkarten
Die TN setzen Puzzlespiele zusammen und bilden auf diese Weise Kleingruppen. Dabei ist zu beachten, dass keine spricht und keine ihre Puzzleteile hergibt.
Schrill und schräg
Ziel:
Kommunizieren und Teamfähigkeit
Zeit:
30-40 Minuten
Gruppengröße:
Bis 15 TN (durch 3 teilbar)
Material:
Sicherheitsnadeln, Klebeband, dicke Zeitungen, Deko-Material, (Augenbinden)
Dreiergruppen bilden, das Trio entscheidet, wer A, B, und C sein soll.
Jede Spielerin (A, B und C) muss mit spezifischen Einschränkungen fertig werden:
- A sieht, spricht, hat aber ihre Hände nicht zur Verfügung, d.h. sie darf nichts/niemanden berühren.
- B ist blind, stumm und hat ebenfalls keine Hände zur Verfügung. Als Ausgleich dafür wird sie von A und C mit einem Fantasie-Outfit dekoriert.
- C ist blind, darf wie A kommunizieren und als einzige die Hände benutzen.
15 Minuten Zeit, ein extravagantes Kostüm zu schneidern. Die Kleidung von B soll möglichst ganz unter dem Papierkostüm verschwinden. Das Kostüm soll nachher vorgeführt werden (Laufsteg).
Aus Sicherheitsgründen gibt es keine Schere - also muss gerissen werden.
Am besten in verschiedenen Räumen oder hinter Raumteilern arbeiten lassen.
Nach 15 Minuten verlieren alle ihr Handicap und führen ihr Modell vor.
Auswertung im Plenum (evtl. auch zuerst in den Kleingruppen)
Schuh-Soziogramm
Ziel:
Beziehungen sichtbar und besprechbar machen
Zeit:
Mindestens 1 Stunde (je nach Gruppengröße und Zielsetzung)
Gruppengröße: Max. 15 TN
Wichtig:
Genaue Frage an die Gruppe = Ziel für die Übung
Jede TN zieht einen Schuh aus. Eine TN stellt die Schuhe so auf, wie sie die Gruppe erlebt / empfindet / wünscht (genaues Ziel formulieren). Zur Orientierung kann ein Achsenkreuz dienen. Reale oder gewünschte Beziehungen können durch Zu- oder Abkehrung der Schuhspitzen, Nebeneinanderstellen etc. angezeigt werden.
Nach Fertigstellung können die anderen TN nach Erleben oder Wunsch das Bild verändern.
Variante
Eine TN stellt Schuh in die Mitte, die anderen gruppieren ihre Schuhe darum herum usw. Verbal oder nonverbal durchzuführen.
Aufnahmen mit Digitalkamera für die Auswertung können sinnvoll sein, dürfen aber nicht die Gruppendynamik unterbrechen.
Seilsalat
Ziel:
Sich aufeinander einstellen, gemeinsam ein Problem lösen
Gruppengröße:
Ab 10 TN
Ort:
Drinnen und draußen
Material:
Langes Seil (ca. 20 m), sollte nicht zu dünn sein (Kletterseile von 9-10 mm Dicke eignen sich am besten)
In das Seil werden in größeren Abständen einfache Knoten geschlagen. Die Spielerinnen werden gebeten, sich am Seil festzuhalten. Die Hände müssen während der ganzen Übung stets das Seil festhalten.
Aufgabe der Gruppe ist es, das Seil zu entknoten, während alle sich am Seil festhalten.
Variante:
Alle Spielerinnen halten sich mit beiden Händen am Seil fest. Nun muss die Gruppe versuchen, in das Seil einen einfachen Knoten zu schlagen, ohne dabei die Hände vom Seil zu nehmen.
Seilübung
Ziel:
Kommunikations- und Kooperationsstrukturen erkennen
Zeit:
Ca. 1 Stunde mit Auswertung
Gruppengröße:
12 - max. 20 TN
Material:
Ca. 10 m langes Tau für 12 Personen; Tücher, um Augen zu verbinden;
Tau am Ende verknoten
Ausgangssituation:
Die Abteilung / das Projekt ist neu gegründet worden, keine sieht genau, wie alles funktionieren wird und deshalb haben alle verbundene Augen. Jede muss mitmachen bei diesem Projekt, indem sie mindestens eine Hand ständig am Seil hat.
Wählen Sie mindestens eine Beobachterin für die Gruppe, die nicht teilnimmt und später berichtet.
Innerhalb von 20 Minuten sollte die Gruppe ein perfektes Quadrat gebildet haben.
Fragen für die Beobachterin sollten vorbereitet werden.
Die Übung benötigt ein ausführliches Auswertungsgespräch.
Auswertungshinweise:
- Wie haben sich die TN gefühlt?
- Wie lässt sich das auf Teambildung übertragen?
- Welche Erkenntnisse ziehen Sie selbst aus dieser Übung? usw.
Variante:
Die Gruppe wählt vor der Übung eine Gruppenleitung.
Spinnennetz
Ziel:
Kommunikation und Kooperation
Zeit:
60 Minuten
Gruppengröße:
Max. 12 TN
Material:
Lange Seile
- 3 Ebenen
- mind. 12 Felder
- max. Breite: 10 cm breiter als breiteste Schulter
- 10 Felder müssen überwunden werden (unterste Ebene max. 2)
- kein Berühren, sonst: "Zurück auf Los!"
Das Ziel der Übung ist es, die gesamte Gruppe von einer auf die andere Seite des Spinnennetzes zu bewegen. Dabei gelten folgende Regeln:
- Das Spinnennetz darf nicht berührt werden, auch nicht durch ein Stück Kleidung.
Sobald das Netz berührt wird, ist die darin wohnende Spinne alarmiert, die Teilnehmerin muss sich sofort zurückziehen und noch einmal beginnen. - Jedes Loch/jede Öffnung des Spinnennetzes darf nur einmal benutzt werden.
- Sie haben für die Aufgabe 30 Minuten Zeit.
Haben Sie noch Fragen? Wenn nicht, dann läuft die Zeit ab jetzt!
Noch wichtig:
Sorgen Sie als Leitung für die Sicherheit: Entweder müssen unter dem Spinnnetz Matten liegen oder die Übung sollte draußen auf einer weichen Wiese stattfinden.
Vorher nach körperlichen Einschränkungen fragen.
Die Gruppe nicht hetzen, es geht auch um Qualität.
Tennisball-Vernetzung
Ziel:
Gruppengefühl steigern
Zeit:
20 Minuten
Gruppengröße:
Beliebig
Material:
Tennisbälle soviel wie TN, mindestens halb so viele
Ablauf:
Im Kreis stehen. Die Leitung beginnt und wirft einen Ball zu einer Person. Die Person fängt und wirft den Ball weiter an eine dritte Person usw., bis der Ball genau einmal bei jeder Teilnehmerin war. Diesen Weg des Balls merken (d.h. jede muss sich merken, vom wem der Ball kommt und an wen der Ball weiter geworfen wird).
Beim ersten Mal darauf achten, dass der Ball immer möglichst diagonal durch die Kreismitte geworfen wird und dass nicht zum Schluss mehrere Personen übrig bleiben, die nebeneinander stehen oder in der Nähe voneinander stehen (das hemmt später die Geschwindigkeit).
Die festgelegte Flugbahn des Balls kann man etwas einüben, bis es glatt läuft. Die Leitung bringt nach und nach mehr Bälle ins Spiel, die ebenfalls der festgelegten Route folgen.
Torkelflasche
Ziel:
- Gemeinsames Gruppenerlebnis
- Vertrauen bilden
Zeit:
Ca. 20 Minuten
Gruppengröße:
Mindestens 10 TN
Enger Kreis
- Gruppe bildet engen, undurchlässigen Kreis.
- Eine TN steht in der Mitte und lehnt sich gegen die anderen Gruppenmitglieder.
- TN wird im Kreis weitergereicht, hin und her bewegt.
Die Gruppe sollte schon miteinander vertraut sein.
Variante:
Die TN, die im Kreis steht, bekommt die Augen verbunden.
Unsere Zeitung
Ziel:
- Gemeinsames Gruppenerlebnis
- Reflexion des Seminars/Workshops
Zeit:
Gut geeignet als Abendaktivität
Gruppengröße:
12 TN
Gruppenarbeit und Plenum
Die TN schreiben in zwei oder drei Arbeitgruppen eine Zeitung über das Seminar. Dazu eignen sich folgende Rubriken:
- Verloren / Gefunden
- Ankauf / Verkauf
- Sport
- Politik / Wirtschaft
- Kulturelles und/oder Aktuelles
- Nachrichten aus der Gesellschaft
- Neues aus aller Welt
- Prominente usw.
Jede Arbeitsgruppe bekommt einige Rubriken, so dass eine ganze Zeitung entsteht.
Oder die TN entscheiden sich, selbst Rubriken zu suchen. Es sollen Inhalte des Seminars mit eingearbeitet werden, aber auch Ereignisse.
Variante:
Etwas über die Firma schreiben
Kann auch als Seminarabschluss angewandt werden.
Zeitschriften sortieren
Ziel:
- Beobachtung des Problemlösungsprozesses
- Kooperation zwischen Individuen innerhalb konkurrierender Kleingruppen
Zeit:
1 Stunde
Gruppengröße:
20 TN (aufgeteilt in Kleingruppen)
Material:
Zwei gleiche Zeitschriften
Zwei Kleingruppen werden gebildet. Jede erhält eine Zeitschrift, die in gut durchmischte Blätter zerlegt worden ist (durch Entfernen der Heftung in der Mitte). Die Kleingruppen sollen so schnell wie möglich die Blätter in die richtige Reihenfolge ordnen.
Anschließend geleitete Auswertung und Feedback.