Was wir in Seminaren draußen vor der Tür tun!
- Outdoor-Aktivitäten sinnvoll eingesetzt
von Gabriele Hertwig
Kaum etwas wird so kontrovers diskutiert wie der Einsatz von Outdoor-Aktivitäten. Für einige ist die Methode nur Entertainment - für andere die optimale Lernmethode mit allen Sinnen. Oft wird die sicherlich gesunde Grundskepsis gegenüber der Methode noch durch spektakuläre Inszenierungen wie Wüstenwanderungen oder atemberaubende Raftings in wilden Gewässern angeheizt.
Wie halten wir es nun bei synthese mit Outdoor? Wir tun es auch!
Allerdings gehören unsere Outdoor-Aktivitäten nicht zu der spektakulären Art, sondern sind liebevoll maßgeschneiderte Aktivitäten für den Kunden, den Anlass, die Jahreszeit, die Region. Wir tummeln uns mit unseren Teams in Hochseilgärten, bauen Flöße, Schneeburgen, wandern durchs Watt und auf Berge - wenn wir es denn für sinnvoll halten. Und für sinnvoll halten wir es immer dann, wenn durch den Einsatz dieser Methoden das Lernziel besser erreicht werden kann als durch andere Indoor-Methoden.
Die Methode ersetzt nicht die Zielsetzung!
Wir verstehen uns nicht als Anbieter von Outdoor-Aktivitäten, sondern wir sind in erster Linie Anbieter für Teamentwicklungen oder Trainings. Wir definieren im ersten Schritt mit dem Kunden das Ziel der Maßnahme und was die Menschen erfahren und lernen sollen. Tatsächlich ist gerade für das Lernziel Teamfähigkeit die Outdoor-Aktivität unschlagbar. Nirgends wird so schnell deutlich, wo die Stärken eines Teams liegen und wo es noch im Miteinander hapert, als wenn dieses Team gemeinsam in Wind und Wetter eine Aufgabe lösen muss. Die anschließende kognitive Transferarbeit auf die Arbeitssituation im Unternehmen darf dann auch gerne Indoor und mit Hilfe von Pinwänden stattfinden. Wir halten nichts von einem "orthodoxen" Vorgehen.
Welche Lernmöglichkeiten Outdoor-Methoden noch bieten, veranschaulicht die folgende Grafik:
Quelle: Anuschka Düppe, Outdoor-Training als betriebliche Weiterbildungsmaßnahme, 2004
Zu wem passt was?
Ein weiteres Qualitätskriterium ist für uns, für verschiedene Lernziele, für verschiedene Unternehmenskulturen und für verschiedene Menschen auch unterschiedliche Methoden anbieten zu können.
Wir legen Wert darauf, die Methodenauswahl gemeinsam mit unserem Kunden zu treffen. Menschen haben unterschiedliche Vorlieben und Abneigungen - unterschiedliche Fähigkeiten und Einschränkungen. Für uns soll Outdoor aufregend und stimulierend sein und Freude und Erkenntnisse stiften. Wir genießen es gemeinsam mit den TeilnehmerInnen draußen in der Natur zu sein und uns in ungewohnten Situationen zu erleben. Hingegen halten wir nichts von Angeboten, wo Gruppen durch überfordernde Gefahrensituationen und Hochleistungsdruck unter Stress gesetzt und manipuliert werden.
Damit Outdoor-Übungen weder für die TeilnehmerInnen noch für die TrainerInnen zum Negativ-Stress werden, arbeiten wir beim Einsatz von Outdoor-Elementen in Kooperation mit professionellen und von uns erprobten Anbietern, die unser Verständnis des Methodeneinsatzes teilen.
Wir wünschen unseren TeilnehmerInnen immer eine Hand voll Wasser unterm Kiel!