Führungskräfte zwischen Herausforderung und Überforderung
Ergebnisse einer Befragung der Beratergruppe Neuwaldegg

Viele unserer Kunden beschäftigt die Frage: Was sind die Zukunftsanforderungen an Führungskräfte und wie können Investitionen in Führungskräfteentwicklung so treffgenau wie möglich sein?

Auch unser Kooperationspartner, die Beratergruppe Neuwaldegg, hat diese Zukunftsfrage letztes Jahr ins Zentrum einer Befragung von 300 Führungskräften im deutschsprachigen Raum gestellt. Für uns waren die Ergebnisse für die Weiterentwicklung unserer Leadership-Trainings sehr anregend und wir möchten Ihnen deshalb heute die Ergebnisse für Ihre internen Diskussionen zur Verfügung stellen.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei unseren Wiener KollegInnen für die großzügige Genehmigung, die Studie unseren KundInnen vorstellen zu können!

 

Führungskräfte zwischen Herausforderung und Überforderung

Die Anforderungen an Führungskräfte nehmen weiter zu. Gerade in Krisenzeiten sind Leadership-Qualitäten in Unternehmen gefragt. Gute Führungskräfte verstehen es, Sicherheit zu geben, Mitarbeiter zu motivieren, zu entwickeln und zu halten. Weitblick und Glaubwürdigkeit rücken in den Fokus, Reputation zählt mehr als bisher.

Der Neuwaldegger Top-Management Survey – eine jährliche Befragung von 300 Führungskräften im D-A-CH-Raum, durchgeführt von OGM (Österreichische Gesellschaft für Marketing) im Auftrag der Beratergruppe Neuwaldegg – spiegelt diese Erfahrungen wider: 81 % sehen als wichtigste Aufgabe das Entwickeln und Binden von erfolgreichen MitarbeiterInnen. Persönliche Glaubwürdigkeit, die Förderung von Innovationen und Durchsetzungsfähigkeit werden zu je 70 % als zentrale Anforderungen genannt. Unsere Untersuchung wurde noch vor den aktuellen Systemumbrüchen durchgeführt – die Ergebnisse machen deutlich, dass im professionellen Management ein sehr solides Grundverständnis „guter Führung“ vorhanden ist. Dieses orientiert sich primär am Unternehmensnutzen, basiert auf einer exzellenten Wissens- und Erfahrungsgrundlage und erzeugt hieraus jene Reputation, die MitarbeiterInnen Vertrauen gibt und Ansporn für eigene Leistung ist.

Von den 300 interviewten Führungskräften kommen je 75 aus Österreich und der Schweiz und 150 aus Deutschland. Befragt wurden Führungskräfte quer über alle Branchen verteilt. Es wurden in Deutschland und der Schweiz Betriebe ausgewählt, die mehr als 250 MitarbeiterInnen haben und in Österreich über 100 MitarbeiterInnen.

Die Befragtengruppe bestand aus 61% Männer und 39% Frauen.

Welche Anforderungen an Führungskräfte werden in Ihrem Unternehmen zunehmen?
Mehrfachnennungen möglich

Anforderungen
Ergebnisse des neuwaldegger Top-Mangement Survey 2008

Als vorrangiges Kennzeichen einer erfolgreichen Führungskraft nennen 52 % ihre Reputation bei Mitarbeitern und im
Markt, für 40 % ist eine Führungskraft erfolgreich , wenn sie sich für das Gesamtunternehmen einsetzt, viel Wissen und
Erfahrung einbringt und Nachwuchskräfte entwickelt. Deutliche Zielüberschreitungen zählen vor allem in Deutschland (50%),
während diese Qualität in Österreich und der Schweiz nur zu rund 20 % als Indikator für Erfolg gesehen wird. In der Schweiz
(42 %) und Österreich (36 %) zählt es dafür, Charisma zu haben – deutsche Manager sehen das nur zu 9 % so.

Woran erkennen Sie in Ihrem Unternehmen erfolgreiche Führungskräfte?
Max. 3 Nennungen

erfolgreich
Ergebnisse des neuwaldegger Top-Mangement Survey 2008

 

Karriere, Kurse, Krisen

Am meisten lern(t)en Führungskräfte durch neue Herausforderungen im Zuge von Karriereschritten (60 %). Ausbildung und
Studium sowie Entwicklungsprogramme und Trainings sind mit je 35 % weitere wichtige Standbeine, gefolgt von den Erfahrungen,
die Krisen mit sich bringen (31 %). Vor allem die Schweizer messen der Überwindung von Krisen hohe Bedeutung bei – 43 %
geben an, dadurch am meisten gelernt zu haben. Feedback wird in der Schweiz mit 42 % ebenfalls sehr hoch bewertet, während
in Österreich nur 19 % und in Deutschland nur 13 % Rückmeldungen als wichtigen Lernimpuls nennen. Vorbilder spielten für die
eigene Entwicklung ebenfalls für die Schweizer die größte Rolle (31 %), in Deutschland und Österreich sind bzw. waren sie für
rund 20 % der befragten Manager maßgeblich.

Wodurch haben Sie selbst durch Ihre Führungspaxis am meisten gelernt?

Mehrfachnennungen möglich

Lernen

Ergebnisse des neuwaldegger Top-Mangement Survey 2008

 

Nachhaltige Wirkungen

Bemerkenswert ist im Vergleich hierzu, dass die Führungskräfte eigenes Vorbild-Verhalten (66 %) und Feedback-Gespräche (57 %)
als die bei weitem nachhaltigsten Maßnahmen in der Führung eigener Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nennen. Österreicher
sind die glühendsten Anhänger von Vorbildern: 81 % meinen, damit ihre Führungsziele zu erreichen, deutsche Manager setzen
dagegen zu 68 % auf Feedback, Anerkennung und Belohnungen sowie die richtige Besetzung von Positionen sind für je knapp 40 %
ausschlaggebend, Controlling und Zielvorgaben für jeden einzelnen Mitarbeiter für rund 30 %. Abgeschlagen: Nur 24 % meinen,
sie würden mit konsequenter Personalentwicklung die nachhaltigsten Wirkungen erzielen.

Mit welchen der folgenden Maßnahmen erreichen Sie als Führungskraft die nachhaltigsten Wirkungen?

Mehrfachnennungen möglich

Wirkung

Ergebnisse des neuwaldegger Top-Mangement Survey 2008

Den gesamten Survey können Sie hier einsehen.