Changeprojekte – eine Misserfolgsstory?
von Iris Rommel

Veränderung tut Not

„Wir müssen uns innen verändern, um nach außen zukunftsfähig zu sein“. Die großen Bewegungen auf allen Märkten erfordern von Unternehmen immer mehr die Fähigkeit, sich intern zu verändern, um am Kunden erfolgreich zu sein. Die letzten zehn Jahre sind geprägt von vielfältigen Managementansätzen, die diese interne Veränderung zum Ziel gehabt haben. Aber leider gelten nur 30% der mit großem Zeit- und Geldaufwand durchgeführten internen Changeprojekte als erfolgreich.

Warum so viele Misserfolge?

Wir beobachten in der Praxis, dass immer noch grundlegende Fehler im Umgang mit internen Veränderungsprozessen gemacht werden. Deshalb wollen wir Ihnen heute die wichtigsten Faktoren vorstellen, die über Erfolg bzw. Misserfolg bei Changeprojekten entscheiden.

  • 1. Hart oder weich
    Die Zielsetzungen von Veränderungsprojekten zielen entweder auf die Optimierung der Zahlen oder auf Kulturveränderungen im Unternehmen. Dadurch wird eine Pendelbewegung zwischen hartem Sanieren und anschließender Schadensbegrenzung durch personalorientierten Aktivitäten in Gang gesetzt, die nicht wirklich verändert, sondern interne Polarisierungen dieser Prinzipien begünstigt.
  • 2. Aktivitäten ohne Plan
    Während Kundenprojekte selbstverständlich mit professionellem Projektmanagement durchgeführt werden, verzichten viele Unternehmen bei internen Changeprojekten auf die Anwendung von klarer Planung, Verantwortlichkeiten und Fortschrittskontrollen. Das Ergebnis sind viele hoffnungsfrohe Projektanfänge, die ihre Kraft im Lauf der Zeit verlieren und versickern.
  • 3. Äpfel mit Birnen verwechseln
    Oft werden aus anderen Unternehmen erfolgreiche Aktivitäten übernommen, ohne genau zu hinzusehen, was im Unternehmen zu diesem historischen Zeitpunkt eigentlich funktionieren kann. Konservative Unternehmungen brauchen andere Aktivitäten als dynamisch-junge Unternehmen. Organisationen, deren Kunden von Veränderungsanforderungen überstrapaziert sind, brauchen andere Konzepte als Organisationen, deren Kunden den Aufbruch in eine neue Zukunft als überfällig erleben.
  • 4. Störfaktor Gefühl
    Interne Veränderungen gelingen nur, wenn die Menschen im Unternehmen den Weg mitgehen. Veränderungssituationen lösen aber in Menschen auch viele negative Gefühle aus. Sie erleben Angst, Verunsicherung, Wut und Abwehr. Diese Gefühle brauchen Raum, um sich ausdrücken zu können. Noch immer wird in Changeprojekten diese Dynamik unterschätzt.

Was können Sie tun?

Integrieren Sie „harte“ und „weiche“ Veränderungszielsetzungen in Ihrem Projekt.

Planen Sie den Prozess professionell

  • Klären Sie die Rollen im Projekt und achten Sie auf eine adäquate Besetzung der Key-Rollen.
  • Organisieren Sie den Prozess in Phasen:
    Aufbruch – Vision – Entscheiden – Ausprobieren – Erfolge verankern
  • Beteiligen Sie die MitarbeiterInnen durch innovative Formen der Unternehmenskommunikation (z.B. Großveranstaltungen).

Schauen Sie genau hin: Was braucht Ihr Unternehmen?

Nehmen Sie sich Zeit für eine Systemdiagnose, bevor Sie starten!

  • Was sind die Widerstandsthemen, die – oft unausgesprochen – den Prozess behindern werden?
  • Was sind Erfolgsprinzipien im Umgang mit Veränderung, die zu Ihnen passen könnten?
  • Welche Erwartungen an Mitbeteiligung und Kommunikation haben die MitarbeiterInnen?
  • Was sind Fehler aus vergangenen Changeprojekten, die Sie nicht wiederholen sollten?

Machen Sie Gefühle zum Produktivitätsfaktor

Unterstützen Sie die Führungskräfte, kompetent mit den auftauchenden Gefühlen im Prozess umzugehen. Sorgen Sie dafür, dass sich die internen Key-Player im Bereich „Unternehmenskommunikation“ weiterbilden.

Was Sie durch professionelles Change Management gewinnen

Sie erreichen Ihre Prozessziele und vermeiden Resistenzen gegen Veränderung, die sich im Unternehmen nach gescheiterten Changeprojekten aufbauen.

Sie binden Leistungsträger ans Unternehmen, da ein professionell gemanagter Veränderungsprozess intern als Maßstab für die Kompetenz und Glaubwürdigkeit des Managements gewertet wird.

Sie können positive Aspekte der Unternehmenskultur bewahren, während Sie gemeinsam die neue Identität entwickeln. Das schafft Vertrauen für die Durststrecke, durch die jeder Veränderungsprozess geht.

Sie machen Ihr Unternehmen zukunftsfähig, indem Sie Ihre Zukunftsziele erreichen!

Über Ihre Fragen, Anregungen und Kommentare zum Thema Changeprojekte freuen wir uns.
eMails bitte an: info@synthese.de